Naturschutzpark

totengrundEtwa ab 1910 nahm sein Mitwirken bei der Gründung und bei dem Ausbau des Naturschutzparks sein ganzes Denken in Anspruch. Mit dem Aufwand seines ganzen Wagemutes, seiner eigenwilligen Zähigkeit und Ausdauer gelang ihm nach langen mühseligen Verhandlungen der Erwerb des Wilseder Berges und des Totengrundes als Grundstock für den heutigen Naturschutzpark. Der Erhalt dieser Kulturlandschaft ist im Wesentlichen Pastor Wilhelm Bode zu verdanken. So hatte er bereits 1906 mit einer großzügigen Geldspende den "Totengrund" erworben und war 1909 in München Mitbegründer des Vereins Naturschutzpark Lüneburger Heide. 1910 wurden der Wilseder Berg und die ersten Heideflächen angekauft. Hierfür spendete auch Kaiser Wilhelm II. großzügig und genehmigte zudem zwei Lotterien zur Geldbeschaffung. Als am 29.12.1921 ein Gebiet von vier Quadratmeilen, in dessen Mitte der Wilseder Berg liegt, von der Preußischen Regierung zum Naturschutzpark erklärt wurde, wurde seine unermüdliche 10-jährige Arbeit von Erfolg gekrönt. Jedes Jahr kommen viele Besucher in den Naturpark. Besonders zur Heideblüte im August und September können diese die einmalige Landschaft erleben. Der Park darf nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einer der vielen Kutschen auf den ausgewiesenen Wegen betreten werden.
Am 10. Juni 1927 starb Pastor Wilhelm Bode in den Armen seines Arztes in Wilsede. Als im folgenden Jahr der Sohn aus Guatemala auf Urlaub in der Heimat weilte, hat er, wie der Vater es wünschte, die Asche auf der Höhe des Wilseder Berges in die Winde gestreut. Solange der Wilseder Berg besteht und auf des Totengrundes rotem Teppich die Bienen summen, wird der Name Bode mit dem des Naturparks verbunden sein.

 
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